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Auszeit für FMO-Ausbaupläne vorgeschlagen
Grüne: "Krise als Chance zur Konsolidierung nutzen"
Pressemitteilung vom 4. Juni 2009
Die GRÜNEN in der Region Münster/Osnabrück schlagen eine Auszeit für den Ausbau des Flughafens in Greven vor. Bekanntlich soll dort die Startbahn verlängert werden, um weitere Flugziele zu erreichen. Dagegen gibt es erheblichen Widerstand aus Naturschutzkreisen und der Nachbarschaft. So steht in Kürze ein Urteil des Bundesverwaltungsgerichtes in Leipzig an, ob die Maßnahme überhaupt weiter verfolgt werden darf. Aber auch die Skepsis in den Reihen der Finanzpolitiker nimmt zu. "Seit vielen Jahren schreibt der FMO rote Zahlen und häuft ein dickes Defizit an. Jetzt in der Wirtschaftskrise brechen auch noch die Passagierzahlen massiv ein. Es ist Zeit, die gesamte Finanzsituation des Flughafens zu überdenken", schlagen Fraktionsvorsitzender Michael Hagedorn und Ratsmitglied Volker Bajus vor.
Nach Angaben der GRÜNEN sind die Fluggastzahlen allein in den ersten vier Monaten um rund 12 Prozent gesunken. Die Zahlen seien klar im Sinkflug. Weitere Rückgänge im besonders lukrativen Segment der Geschäftsreisenden seien zu erwarten. "Die aktuellen Äußerungen der FMO-Geschäftsführung zur soeben vorgelegten Jahresbilanz lassen bei uns alle Alarmglocken läuten. Der FMO-Chef kündigt auch für 2009 und 2010 rote Zahlen an. Das geht so nicht weiter", kritisiert Grünen-Chef Hagedorn. Natürlich seien die Grünen allein schon aus Umweltsicht gegen den Ausbau des Flughafens gewesen. Aber nun hätten sich die Rahmenbedingungen finanziell noch verschärft. Jetzt gehe es um die Existenz des Standortes. "Unabhängig von der Ausbaufrage, schlagen wir vor, erst einmal für eine Konsolidierung zu sorgen, um den Bestand des Flughafens grundsätzlich zu sichern. Deswegen drei Jahre Auszeit für die Ausbaupläne. Zeit genug, um zu klären, wie sich die finanziellen Belastungen zukünftig entwickeln und in Ruhe und mit Augenmaß Zukunftsinvestitionen neu zu verhandeln", so die GRÜNEN. Einen entsprechenden Antrag werden die GRÜNEN auch in Münster und Greven in den Gremien zur Diskussion stellen.