Die Landtagsabgeordnete Filiz Polat und das grüne Ratsmitglied Volker Bajus haben sich bei einem Treffen mit der Bürgerinitiative in Osnabrück-Eversburg die Belastung durch die Eisengießerei Borgelt darstellen lassen, gegen die sich die Bewohner des Stadtteils seit Jahren wehren. Zu dem Termin waren zahlreiche Anwohner erschienen und schilderten, wie sehr sie Lärm, Erschütterungen und üble Gerüche ihre Lebensqualität beeinträchtigten und die Betroffenen an manchen Tagen regelrecht aus dem Stadtteil vertreibe. „Ich habe mich bei dem Besuch selbst davon überzeugen können, dass allein die Geruchsbelastung in der Umgebung der Eisengießerei an einem Freitag unerträglich ist“, so Filiz Polat.
Es sei unverständlich, warum diese Belastung, die die Anwohner dazu zwinge, nach dem Gießtag am Freitag für zwei Tage Fenster und Türen ihrer Häuser geschlossen zu halten, für das Gewerbeaufsichtsamt nicht ausreichend sei, um von der Firma zu verlangen, diese Missstände abzustellen oder den Betrieb der Anlage einzustellen. "Wir werden von Seiten der Kommune auch die Verkehrssituation noch mal prüfen lassen", erklärte Volker Bajus. Anwohner berichteten, dass der betriebsbedingte Schwerlastverkehr teilweise nicht nur verkehrswidrig erfolge, sondern regelmäßig auch die Verkehrssicherheit gefährde.
Dem Landtag liege seit fast zwei Jahren eine Petition von Anwohnern vor, in der sie vom Land verlangen, dass das Gewerbeaufsichtsamt tätig werden solle. „Der Landtag muss diese Petition und die Anliegen der Anwohner unterstützen. Ich erwarte deshalb, dass sich auch die KollegInnen der anderen Fraktionen mit den Menschen vor Ort sprechen, sich ein Bild von der Situation machen und klar Stellung nehmen“, so Polat. Sie werde sich auch dafür einsetzen, dass die Petition bei einem Ortstermin gemeinsam mit Vertretern aller Fraktionen im Landtag, dem Gewerbeaufsichtsamt und der Stadt beraten wird.