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„Folgen der Privatisierung der Müllwirtschaft“
GRÜNE: Massive Kritik an Alba wegen der Gelben Säcke
Pressemitteilung vom 21. Januar 2009
Mit Kritik reagieren die Osnabrücker Grünen auf die neue Praxis der Ausgabe der gelben Säcke. Die Firma Alba, die vom „Grünen Punkt“ mit der Einsammlung des gelben Sacks beauftragt wurde, vergibt seit Jahresbeginn Berechtigungskarten für den Bezug von gelben Säcken. „Umständlicher geht es kaum noch: Telefonnummer Alba raussuchen, Berechtigungskarte anfordern, Ausgabestelle suchen, Gelbe Säcke abholen. Das ist keine moderne Dienstleistung, sondern erinnert an Zwangsbewirtschaftung wie zuletzt nach dem Krieg“, kritisieren Michael Hagedorn, Fraktionsvorsitzender der Grünen und der verbraucherpolitische Sprecher der Ratsfraktion, Volker Bajus.
Offensichtlich wolle Alba Kosten für den gelben Sack einsparen, die Folgen trage nun der Bürger. „Den gelben Sack haben wir Verbraucher mit dem grünen Punkt ja bereits finanziert. Und Alba hat sich zum Festpreis um die Abholung des gelben Sacks beim DSD-System beworben. Wenn Sie nun mehr Profit auf unsere Kosten machen wollen, dann ist das eine Sauerei“, so Bajus. Die gleiche Strategie stecke hinter der massiven Ausdünnung der Ausgabestellen und der Qualitätsverschlechterung der Säcke. Früher gab es diese noch in vielen Läden, heute sind dies in vielen Stadteilen nur noch einer. Dies sei viel zu wenig, um eine hinreichende Versorgung mit Säcken und damit die gewünschte Mülltrennung weiter gewährleisten zu können. Ursächlich sei hier die Privatisierung der Gelben-Sack-Abholung. Solange dies durch die Stadt erledigt wurde, hätte es diesen Ärger nicht gegeben. „Eine weitere Privatisierung der Abfallleistungen, wie von CDU und FDP gefordert, lehnen wir deswegen ab. Müllentsorgung und Profitinteressen widersprechen sich. Das wird teurer, der Service schlechter und Umweltaspekte ignoriert“, so die beiden Grünen abschließend.