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Grüne Termine

  • 23. Mai, Parteisitzung, 19:15, Lagerhalle Raum 204

Stadtratsfraktion Osnabrück

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"Gute Bezahlung für gute Arbeit"

GRÜNE: Leiharbeit in der Pflege bekämpfen

Pressemitteilung vom 23. November 2011

 

„Wir begrüßen die Absicht der Sozialverwaltung der Stadt Osnabrück, im Rahmen der Verhandlungen über die Vergütung von Pflegeleistungen das Problem der Leiharbeit in der Pflege zu thematisieren. Die Sozialverwaltung wird künftig bei den Trägern eine Bestätigung einholen, dass sie auf Leiharbeit verzichten. Dies ist ein deutliches Signal an die freien Träger der Wohlfahrtspflege und wird für Sensibilisierung in der Öffentlichkeit sorgen“, soAnke Jacobsen, sozialpolitische Sprecherin der Fraktion von Bündnis 90/Die GRÜNEN.


In der Sitzung des Sozialausschusses am 4. November 2010 hatte die GRÜNEN-Fraktion eine Anfrage an die Verwaltung der Stadt Osnabrück gestellt. Darin hatte sie diese aufgefordert, ihre Kenntnisse zu Umfang und Bedingungen der Leiharbeit in Osnabrücker Einrichtungen darzulegen. Auch in Osnabrück seien in den vergangen Jahren viele Firmen dazu übergegangen, Arbeitsplätze nur noch befristet zu vergeben oder Stammpersonal durch Leiharbeiter zu ersetzen. Leiharbeitsverträge würden unter anderem abgeschlossen, um die Personalkosten durch Umgehung der Tarifverträge massiv zu reduzieren. „Aufgrund der geringen Entlohnung müssen viele der Betroffenen‚ als sogenannte „Überbrücker“ auch aus den kommunal finanzierten Hartz-IV-Budgets unterstützt werden. Gewinne werden auf diese Weise privatisiert und die Sozialkosten der Kommune aufgebürdet“, so Anke Jacobsen.


Aktuelle Studien belegten, dass zunehmend auch Kliniken - wie etwa das AMEOS Klinikum in Osnabrück - Seniorenheime und Pflegedienste sich des „Instruments“ der Leiharbeit bedienen würden. Zum Teil gründeten Altersheime und Krankenhäuser ihre eigene Leiharbeiter-Firma. Diese spezielle Form des Outsourcings in betriebsinternen „Service-GmbHs“ sei bei Küchenhilfen, Wäscherinnen oder Reinigungspersonal schon seit Jahren üblich. Zunehmend bekämen jetzt auch Pflegekräfte statt Festanstellungen nur noch Verträge bei Leiharbeitsfirmen zu deutlich schlechteren Bedingungen und Lohneinbußen bis zu 40 Prozent. „Wir setzen auf die Einsicht der Verantwortlichen, dass gerade im sozialen Bereich gute Arbeit nur mit guter Bezahlung geleistet werden kann. Wir hoffen, dass die freien Träger der Wohlfahrtspflege mit gutem Beispiel voran gehen“, erklärt Anke Jacobsen abschließend.
STADTRATSFRAKTION
Bündnis 90 / Die Grünen Osnabrück Stadtratsfraktion und Stadtverband, Hochschulgruppe und Grüne Jugend