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Kinderarmut wirksam begegnen

GRÜNE und SPD fordern konkrete Schritte ein

Pressemitteilung vom 26. August 2010

 

Vor dem Hintergrund der anhaltend prekären Lebenslagen von Kindern aus Armutshaushalten auch in Osnabrück sehen die Fraktionen von SPD und GRÜNEN Handlungsbedarf. „Wir halten es für erforderlich, dass auf der Grundlage des vorliegenden Familien- und Armutsberichtes 2009 wirksame Maßnahmen zur Bekämpfung der Kinderarmut, die in kommunaler Zuständigkeit denkbar sind, möglichst bald ergriffen werden“, erklären die Fraktionsvorsitzenden von SPD, Frank Henning, und Bündnis 90/ DIE GRÜNEN, Michael Hagedorn.


Alle für ein Handlungsprogramm erforderlichen Kenntnisse – auch solche, über räumliche Konzentrationen dieser Armutslagen – seien hinreichend bekannt. „Das eigentliche Problem liegt stattdessen in der Frage, welche Möglichkeiten auf kommunaler Ebene bestehen, den Armutsentwicklungen entgegen zu treten“, so Michael Hagedorn. Die Diskussion dieser Frage dürfe deshalb nicht zurück gestellt werden, bis weitere Daten vorliegen, die dann auf diese Frage auch keine Antwort geben.


Der Familien- und Armutsbericht 2009 enthalte zahlreiche Anregungen und Fragestellungen im Hinblick auf mögliche Ansätze einer kommunalen Armutsbekämpfung. „Vorgeschaltete Expertenveranstaltungen können dabei ebenso sinnvoll sein, wie Hilfen bei privaten Insolvenzen oder spezielle Angebote für Alleinerziehende“, erklärt Frank Henning. Bedarfsgerechte Beratungen, eine zielgerichtete Zusammenarbeit mit AGOS und Stadtwerken, städtebauliche Maßnahmen, Angebote zum gesunden Mittagessen bis hin besseren Gesundheitsvorsorge zeigen schon heute Aufgabenfelder an, die in Angriff genommen werden könnten. „Die aktuellen Leistungskataloge des Osnabrück-Passes sollen mit den Handlungserfordernissen abgeglichen werden. In Abstimmung mit den Sozialverbänden sollte ein entsprechendes Handlungsprogramm bis zum Jahresende erarbeitet werden“, so Henning und Hagedorn abschließend.
STADTRATSFRAKTION
Bündnis 90 / Die Grünen Osnabrück Stadtratsfraktion und Stadtverband, Hochschulgruppe und Grüne Jugend