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Stadtratsfraktion Osnabrück

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Mangel an Streusalz kann auch Chance sein

GRÜNE: Mögliche Kostensenkung und Umweltfolgen prüfen

Pressemitteilung vom 13. Januar 2010

 

Den Engpass von Streusalz beim städtischen Räumdienst sehen die Grünen als Chance. „Bekanntlich richtet Salz erhebliche Schäden an. Insbesondere Bäume, Sträucher und Gewässer leiden. Übrigens auch Straßen und Brücken“, stellen der Fraktionsvorsitzende, Michael Hagedorn, und der umweltpolitische Sprecher, Volker Bajus, fest.


Der bundesweite Mangel an Auftaumitteln könnte in Osnabrück somit auch ein Testlauf sein. So sollten die Erfahrungen mit dem eingeschränkten Winterdienst genutzt werden, um zu sehen, wie der Streusalzeinsatz in den kommenden Jahren wieder reduziert werden kann. „Der ist in den letzten Jahren vielerorts gestiegen. Und damit auch die Kosten für den Gebühren- und Steuerzahler. Ebenso wie die Umweltschäden für das Stadtgrün“, bemerkt Bajus. In einigen anderen Städten, insbesondere aber auch im Nachbarland Österreich, sei der Streusalzeinsatz bereits bewusst reduziert worden. Hier könnte auch in Osnabrück noch mehr getan werden.


Verbesserungsbedarf sehen die Grünen auch bei der unerlaubten Verwendung von Salz durch Privatleute. Hier müsse mehr Aufklärungsarbeit geschehen. „Da ist nicht nur die Stadt gefragt, sondern auch der Einzelhandel, der am Streusalzverkauf ordentlich verdient. Es sollte eine Selbstverständlichkeit sein, seine Kunden auf das Streuverbot in der Stadt hinzuweisen“, erklärt Hagedorn. Schließlich drohe den Kunden bei Verwendung ein Bußgeld.


Ausdrücklich begrüßen die Grünen den Einstieg in die Radweg-Räumung. Zwar gebe es hier noch erheblichen Verbesserungsbedarf. „Angesichts der erheblichen Arbeitsbelastung der Mitarbeiter des Osnabrücker Service-Betriebs, war im ersten Schritt nicht mehr möglich. Ausdrücklich muss der unermüdliche Einsatz der Kollegen bei der Schneeräumung gelobt werden“, so die beiden Grünen abschließend.
STADTRATSFRAKTION
Bündnis 90 / Die Grünen Osnabrück Stadtratsfraktion und Stadtverband, Hochschulgruppe und Grüne Jugend