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„Mögliches Eigentor des Investors“

GRÜNE entsetzt über Kahlschlag am Kalkhügel

Pressemitteilung vom 17. April 2009

 

Die Niedersächsische Landgesellschaft (NLG) will auf einem Teil des Kleingartengeländes am Kalkhügel ein Baugebiet entwickeln. Das Bebauungsplanverfahren dafür ist eingeleitet worden. Vor kurzem hat die frühzeitige Bürgerbeteiligung dazu statt gefunden. Obwohl das Planverfahren erst am Anfang stünde, schaffe die NLG mit Abräumarbeiten aktuell Fakten, kritisieren die Grünen. "Der Kahlschlag an Bäumen und Hecken und die komplette Planierung der Fläche ist unnötig und ökologisch fatal. Ob und inwieweit der Grünbestand erhaltenswert ist, sollte ja erst im Zuge des Verfahrens geklärt werden", beanstanden Michel Hagedorn, Fraktionsvorsitzender, und der umweltpolitische Sprecher Volker Bajus.

 

Zwar seien einige Bäume bereits zuvor durch die ehemaligen Kleingartennutzer gefällt worden. Dies hätte aber durch entsprechende Ansagen des Grundstückbesitzers NLG an ihre "Mieter" verhindert werden können. "Von einem Unternehmen, das sich in öffentlichen Besitz befindet, hätten wir mehr ökologische Verantwortung erwartet", bedauert Bajus. An diesem Beispiel zeige sich, dass offensichtlich nur eine Baumschutzsatzung hinreichend Schutz biete.

Durch ihr Vorgehen habe die NLG womöglich auch ein Eigentor geschossen, was das laufende B-Plan-Verfahren angeht, so die Grünen. Der Kahlschlag signalisiere dem Stadtteil, den Anliegern und Kleingärtnern, dass die NLG auf den Bestand grundsätzlich wenig Rücksicht nehme, und dass das Ergebnis des Planverfahrens längst feststünde. "Damit werden die Menschen unnötig politisch frustriert und provoziert. Tatsächlich sind wir mitten im politischen Abwägungsprozess. Dabei werden wir das bisherige Verhalten des Projektentwicklers entsprechend im Auge behalten", so die Grünen abschließend.
STADTRATSFRAKTION
Bündnis 90 / Die Grünen Osnabrück Stadtratsfraktion und Stadtverband, Hochschulgruppe und Grüne Jugend